Dem Leben Süsse verleihen

Hygge – über dieses Wort bin ich vor etwa zwei Jahren zum ersten Mal gestolpert. Irgendwo auf Pinterest wahrscheinlich, wo ich mich gelegentlich mit viel Freude herumtreibe. Was auf mich damals wirkte wie „Aha, jetzt gibt es also einen Namen für das Ding“ ist inzwischen in den Wortschatz vieler hipsteriger Menschen übergegangen und beschreibt auf nonchalante Art und Weise in nur einem Wort, was mehr und mehr gelebt wird: Den Moment geniessen. Hygge soll ein Lebensgefühl sein, das einfach glücklich macht. Es soll die dänische Art sein, den Feierabend in den eigenen vier Wänden zu geniessen. Es erinnert an Feuer im Ofen und Glühwein, an rote Kuscheldecken, gestrickte Socken und den Duft von Schokoladenkuchen. Und es ist etwas, das Frau Spatz und die Minis immer sehr geniessen, nämlich dann, wenn der Moment so gefeiert wird, wie er sich gerade präsentiert.

Nun, Frau Spatz braucht manchmal etwas Anlauf, um sich ganz alleine ein Takatuka-Lummerland-Schokoduftgefühl herzuzaubern. Dann kann es sein, dass sie am Freitag auf dem Heimweg denkt, sie könnte doch zum Apéro im Garten ein Feuer machen und Marshmallows schmelzen. Vielleicht streift ihre Katze um die Beine oder erkundet gerade den Nachbargarten. Vielleicht regnet es ein paar Tropfen oder die Sonne guckt hervor. Vielleicht lächelt der Nachbar und schenkt sich gerade ein Glas Wein ein. Aber ganz bestimmt geniesst Frau Spatz den kurzen Moment in ihrem Lieblingsstuhl, schaut in die Berge und denkt sich: Es ist gut, das Leben.

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